In Deutschland gibt es eine Reihe von Supermärkten, die auf Grund ihrer Zielgruppe sowohl ein unterschiedliches Angebot haben, als auch komplett unterschiedliche Preisklassen. Wer sparen will, muss verstehen was die Unterschiede sind und bei welchen Supermärkten man sparen kann bzw. wo man im Schnitt zu viel Geld ausgibt.
Hier eine Liste aller Supermarkt-Varianten:
Discounter
(Preisklasse niedrig)
Merkmale: Discounter haben eine reduzierte Produktauswahl und den Focus auf günstige Preise. Das Angebot sind sehr oft Eigenmarken, aber auch reguläre Marken kann man in den Regalen finden.
Beispiele für solche Discounter sind: Aldi, Lidl, Netto Marken-Discount, Penny
Zielgruppe sind überwiegend Menschen die preisbewusst einkaufen und auf der Suche nach günstigen Produkten sind.
Ganz klar die günstigste Preisklasse beim Einkaufen. In Kombination mit Angebotstagen unschlagbar.
SB-Warenhäuser
(Preisklasse niedrig – mittel)
Merkmale dieser Supermärkte sind, dass sie neben Lebensmitteln auch ein umfangreiches Sortiment an Non-Food-Artikeln wie Kleidung, Elektronik, Haushaltsgeräten und Spielwaren bieten.
Beispiele dafür sind Real und Kaufland, wobei Kaufland auch als Vollsortimenter betrachtet werden kann.
Zielgruppe sind in diesem Bereich Kunden, die eine große Auswahl an Lebensmitteln suchen und parallel Haushaltsartikel an einem Ort kaufen möchten.
Hier kann man an Angebotstagen sehr gute Schnäppchen machen. Die Preise liegen niedrig und sparen effektiv Geld.
Cash-and-Carry Märkte
(Preisklasse niedrig-mittel)
Merkmale: Dies sind Großmärkte, die sich primär an Gewerbekunden (Gastronomen, sowie Einzelhändler) richten und deswegen größeren Mengen zu günstigen Preisen anbieten. Oft kann man hier nur mit einem Gewerbeschein einkaufen.
Beispiele für diese Art von Großmärkten sind Metro und Selgros.
Die Zielgruppe sind ganz klar Gewerbetreibende, die in großen Mengen einkaufen. Einzelne Produkte sind für normale Privatkäufer oft keine Ersparnis.
Der Grosshandel lohnt sich oft nur bei Abnahmen in größeren Mengen, da Produkte die man auch im Supermarkt findet ähnliche Preise haben.
Spezialitätenmärkte für internationale Produkte
(Preisklasse mittelniedrig-mittel)
Merkmale: das betrifft z.B. Supermärkte, die sich auf Lebensmittel aus bestimmten Ländern oder Regionen konzentrieren. Diese Supermärkte bieten oft eine große Auswahl an importierten Spezialitäten.
Beispiele dafür sind Mix Markt (russisch), Asia-Märkte, Eurogida (türkisch) usw.
Die Zielgruppe sind Kunden, die nach internationalen Lebensmitteln suchen.
Importe machen die Preise im Verhältnis teuer. Aber auch hier gibt es das ein oder andere Schnäppchen.
Supermärkte – Vollsortimenter
(Preisklasse mittel)
Merkmale für Vollsortimenter sind das breite Produktangebot mit Markenprodukten, Eigenmarken, sowie Bio- und Premiumprodukten. Neben den üblichen Lebensmitteln gibt es dort oft auch Haushaltswaren, Drogerieartikel und mehr.
Beispiele dafür sind Rewe, Edeka (und Kaufland)
Zielgruppe sind Menschen, die Wert auf Auswahl, Qualität und Komfort legen, mit dem Focus auf frische Lebensmittel.
Hier lohnt es sich auf Angebote zu achten, um den höheren Durchschnittspreis zu drücken.
Online Supermärkte
(Preisklasse mittel bis mittel-hoch)
Merkmale für die Online-Supermärkte (ggf. auch Hybdridmodelle) stehen, sind der Versand der Lebensmittel und Haushaltsartikel mit oft schneller und komfortabler Lieferung nach Hause.
Beispiele sind Amazon Fresh, Rewe Online, Flink, Gorillas und weitere.
Zielgruppe sind Menschen, die es bevorzugen den Einkauf online zu erledigen, mit der Focus auf schnelle Lieferung.
Der Vorteil ist hier der direkte Preisvergleich, der einen günstigen Einkauf ermöglicht. Im Gegensatz zum Handel kommen hier allerdings Versandkosten und die Wartezeit hinzu.
Spezial-Supermärkte
(Preisklasse mittel bis hoch)
Merkmale für diese Supermärkte sind ein fokussiertes Sortiment bei den Produkten, wie z.B. vegane Produkte, glutenfreie Lebensmittel oder internationale Spezialitäten.
Beispiele dafür sind: Veganz (vegan), Asia-Supermärkte oder türkische Supermärkte.
Zielgruppe sind Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen oder Interesse an internationalen bzw. speziellen Lebensmitteln.
Durch Importe oder Nischen sind diese Produkte oft teurer zu günstigen Discountern.
Convenience Stores (Nahversorger)
(Preisklasse mittel-hoch)
Merkmale sind kleinere Läden mit einem sehr begrenzten Sortiment an Lebensmitteln und Artikel des täglichen Bedarfs. Sie sind auf schnelle Einkäufe und hohe Verfügbarkeit ausgelegt, ggf. auch an Sonntagen.
Beispiele sind Rewe To Go, Spätis (z.B. Berlin)
Zielgruppe sind Kunden, die schnell und bequem einkaufen möchten. Oft in der Nähe von Bahnhöfen oder Tankstellen.
Die Preise liegen über den normalen Supermärkten.
Bio-Supermärkte
(Preisklasse mittel-hoch bis hoch)
Merkmale für Bio-Supermärkte ist die Spezialisierung auf Bio-Produkte, oft mit einem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, fairem Handel oder Produkte von Bauern aus der Region. Das Sortiment besteht vorwiegend aus Bio-Lebensmitteln, aber auch aus ökologischen Haushaltsartikeln und Kosmetik.
Beispiele: Alnatura, Denn’s Biomarkt, Bio Company
Zielgruppe sind ganz klar Menschen die Wert auf Bio-Qualität legen bzw. nachhaltiger Konsum und ökologische Produkte.
Auf Grund der Qualität der Produkte sind diese Art Supermärkte am teuersten. Für das Sparen also weniger geeignet. Wer wert auf gesunde Ernährung legt, kann allerdings auch an vielen anderen Stellen sparen und mehr in Lebensmittel investieren.
| Supermarktart | Preisklasse |
| Discounter | Niedrig |
| Supermärkte (Vollsortimenter) | Mittel |
| SB-Warenhäuser | Mittel-Niedrig |
| Bio-Supermärkte | Mittel-Hoch bis Hoch |
| Spezial-Supermärkte | Mittel-Hoch |
| Cash-and-Carry Märkte | Mittel-Niedrig |
| Convenience Stores (Nahversorger) | Mittel-Hoch |
| Online-Supermärkte | Mittel-Hoch |
| Spezialitätenmärkte | Mittel-Niedrig |

